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October 6, 2022

Cannabis als Medizin – ein Heilmittel mit Geschichte

Tausende Jahre verwendeten Menschen Cannabis als Arzneimittel – bis eine politische Verschwörung dem ein Ende bereitete. – Was nach dem Plot eines Films klingt, hat tatsächlich stattgefunden. Doch zum Glück bröckeln die alten Restriktionen endlich, denn in der Hanfpflanze schlummert ein unheimliches gesundheitsförderndes Potenzial. Aber bei welchen Krankheiten zeigt sie tatsächlich Wirkung und wie steht es um die Nebenwirkungen?

Von der Antike ins 21. Jahrhundert

Die Verwendung von Cannabis Arzneimitteln reicht in der Geschichte weit zurück. Sie beginnt spätestens 2700 v. Chr. – so alt ist jedenfalls das erste schriftliche Dokument, in dem die Anwendung der Cannabispflanze beschrieben wird: ein chinesisches Grundwerk der Medikamentenkunde1. Auch in Indien, Ägypten und im Iran taucht die Pflanze zu unterschiedlichen Zeitpunkten als Heilmittel auf.

Welche Rolle sie in der antiken Medizin gespielt hat, ist hingegen ungewiss. Nur wenige Schriften gehen auf die Wirkung der Hanfpflanze ein. Dazu gehören unter anderem Dokumente von Galen, einer der berühmtesten damaligen Ärzt:innen, die Hanf als Mittel gegen Ohrenleiden beschreiben2.

Im Mittelalter wiederum erscheint Cannabis in verschiedenen Kräuterbüchern und auch in Werken von Hildegard von Bingen. Diese beschreibt einen positiven Effekt bei Schmerzen, Verdauungsproblemen und Magenbeschwerden wie Übelkeit.

Schließlich erlebt medizinisches Cannabis im 19. Jahrhundert seinen Höhepunkt: Zu dieser Zeit ist es das am meisten verkaufte Arzneimittel in Europa und den USA – Apotheken bieten über 100 verschiedene Präparate an3. Im 20. Jahrhundert folgt dann die Kehrtwende.

Nachdem 1933 die Alkoholprohibition in den USA abgeschafft wird, versucht die zuständige Behörde, mit einer politischen Cannabis-Kampagne die bedrohten Arbeitsplätze zu sichern. Mit Henry Anslinger an der Spitze bedient sie sich dafür sogar rassistischer Motive; behauptet, Cannabis sei die Droge der Schwarzen und Latinos und führe zu unkontrolliertem sexuellen Verhalten, verändere die Persönlichkeit oder mache gewalttätig. Daraufhin wird es verboten.

Erst etliche Jahre später beginnen die Restriktionen allmählich zu bröckeln: In einigen Bundesstaaten der USA sind Cannabis Produkte seit 2012 auch für den Freizeitgenuss wieder legalisiert, seither lockern immer mehr Länder ihre Gesetze.

Die internationale Opiumkonferenz

Im Kampf gegen die Drogen fand auf Initiative der USA im Jahr 1912 die Erste internationale Opiumkonferenz statt. Das dabei entstandene Abkommen verpflichtete die beteiligten Staaten, sich zu bemühen, die Produktionsstätten von Morphium und Kokain zu kontrollieren.

Zunächst von neun Ländern unterschrieben, erlangte es durch den Versailler Friedensvertrag 1919 weltweite Gültigkeit.

Kurz darauf tagte 1925 eine weitere Opiumkonferenz. Diese fand ein eindeutiges Ende: Heroin, Kokain und Cannabis wurden gänzlich verboten. Der Vertrag sah härtere Strafen für den illegalen Handel und eine engmaschige Überwachung im medizinischen Bereich vor. Die Grundlage für die Drogenpolitik der nächsten Jahrzehnte war geschaffen.

Was sich 2017 geändert hat

2017 folgte für schwerstkranke Patient:innen der Befreiungsschlag: Seitdem dürfen Ärzt:innen in Deutschland Medizinal-Cannabis aus staatlich lizenzierten Anbau wieder verschreiben. Dazu gehören Cannabisblüten und Extrakte sowie fertige Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol, Nabilon und Nabiximols. Geregelt wird der Anbau und Vertrieb von medizinischem Cannabis durch die Cannabis Agentur, die dem Bundesinstitut für Arzneimittel, kurz BfArm, unterliegt.

Obwohl die bürokratischen Hürden relativ hoch sind und die Krankenkassen die Behandlung nicht immer bezahlen, profitieren mittlerweile zehntausende Patient:innen von der Gesetzesänderung.

Ein Blick in die Zukunft: Die Legalisierung steht an

Cannabis als Medizin ist in Deutschland also schon legal – und auch die Freigabe zu Genusszwecken naht: Darauf haben sich SPD, FDP und Gründe in ihrem Koalitionsvertrag geeinigt4. Wann Du Dein Cannabis abseits vom Schwarzmarkt kaufen kannst, steht allerdings noch nicht fest. Während Karl Lauterbach über einen ersten Gesetzentwurf in der zweiten Jahreshälfte von 2022 munkelt, weisen andere Politiker:innen auf den hohen organisatorischen Aufwand hin. Zunächst müssten Anbau, Lieferketten, Vertrieb und Prävention geregelt sein – das könnte sich bis 2024 in die Länge ziehen.

Cannabis als Medizin – Grundlagen

Medizinisches Cannabis hat eine lange Geschichte, die durch die strikte Prohibition ins Stocken geraten ist. Dabei kann es – im Gegensatz zu Alkohol und anderen Drogen, die uns als Zellgift bloß schaden – in den Organismus eingreifen und Linderung verschaffen. Das heißt jedoch nicht, dass Cannabis ein Allheilmittel ist oder ohne Nebenwirkungen auskommt.

Bei welchen Krankheiten kommt Cannabis als Medizin in Frage?

Ob Cannabis als Medikament infrage kommt, entscheidet die behandelnde Ärzt:in. Letztendlich können Cannabis Präparate also für jegliche Beschwerden verschrieben werden – vorausgesetzt, herkömmliche Behandlungen haben eine nicht ausreichende Wirkung gezeigt.

Besonders oft kommen Cannabis Wirkstoffe bei diesen Krankheitsbildern zum Einsatz5:

  • chronische Schmerzen
  • ADHS
  • Spastiken bei Multipler Sklerose
  • Depression
  • Posttraumatische Belastungsstörung und andere psychische Erkrankungen
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust (vor allem im Rahmen einer HIV-Erkrankung oder während einer Chemotherapie)
  • Tourette-Syndrom
  • Darmerkrankungen (zum Beispiel Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa)
  • Epilepsie

Wichtig: Nicht für alle Krankheiten gibt es ausreichende oder eindeutige wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Cannabis Pflanze. Tatsächlich bestätigt ist diese nur bei Spastiken, Übelkeit sowie Erbrechen während der Chemotherapie und bei chronischen Schmerzen6.

Positive Wirkung

THC und CBD ähneln in ihrer Struktur unseren körpereigenen Botenstoffen. Deswegen gelingt es ihnen, an bestimmten Rezeptoren im körpereigenen Endocannabinoidsystem anzudocken und hier verschiedenste Effekte auszulösen. Dazu gehören beruhigende, appetitsteigernde, stimmungsaufhellende und schmerz- sowie brechreizlindernde Wirkungen7 – also eine ganze Palette, die etlichen Patient:innen Erleichterung verschaffen kann.

Du möchtest mehr über das Endocannabinoidsystem und seine Rezeptoren erfahren? Lies den Artikel xxx

Mögliche Nebenwirkungen 

Wie jedes Medikament können auch Cannabis Arzneimittel Nebenwirkungen auslösen8:

  • Schwindel und Desorientierung
  • TaubheitsgefĂĽhl
  • Muskelzuckungen
  • Sedierung
  • Sprach- und Gedächtnisstörungen
  • Störung der Aufmerksamkeit

Hinweise auf lebensbedrohliche Komplikationen durch Medizinal-Cannabis gibt es bisher nicht9. Trotzdem empfinden manche Patient:innen die Nebenwirkung so unangenehm, dass circa jede:r Dritte die Behandlung abbricht10.

Darreichungsformen

Aktuell sieht das Gesetz drei Darreichungsformen für Cannabispatient:innen vor: Cannabisblüten und Cannabisextrakte in pharmazeutischer Qualität oder Fertigarzneimittel wie Sativex, Nabilon und Dronabinol.

  • Sativex: Besteht zu gleichen Teilen aus THC und CBD kommt und vor allem bei Menschen zum Einsatz, die im Rahmen von Multipler Sklerose an Spastiken leiden.
  • Nabilon: Der unter dem Handelsnamen Canemes vertriebene Wirkstoff Nabilon lindert Ăśbelkeit, die während der Chemotherapie auftritt.
  • Dronabinol: Enthält reines THC und wird unter dem Namen Marinol vertrieben, die Wirkung hilft gegen Appetitlosigkeit bei HIV/AIDS-Erkrankungen oder Ăśbelkeit und Erbrechen bei Krebspatient:innen.

Ein Hoch auf die Zettelwirtschaft – bürokratische Voraussetzungen

Zunächst die gute Nachricht: Ob Du Cannabis Arzneimittel bekommst oder nicht, entscheidet Dein:e Ärzt:in – einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung musst Du mittlerweile nicht mehr stellen. Es kann allerdings sein, dass Du die Kosten selbst tragen musst. Um eine Kostenübernahme zu beantragen, müssen Patient:innen sich durch den Dschungel der Bürokratie hangeln.

Darf jede:r Ă„rzt:in Cannabis verschreiben?

Abgesehen von Zahnmediziner:innen dürfen in Deutschland alle Ärzt:innen Cannabis Arzneimittel verschreiben. Dafür steht ein spezifisches Rezept (Betäubungsmittel-Rezept) zur Verfügung, auf dem Präparat und Dosierung genau notiert werden müssen.

KostenĂĽbernahme und Antragstellung

Wenn bisherige Therapien versagt haben, kann Dein:e Ärzt:in Dir zwar für jegliche Beschwerden Cannabis beschreiben. Ganz so leicht ist es dann aber doch nicht – zumindest, wenn Du möchtest, dass Deine Krankenkasse die oftmals hohen Kosten (bis zu 800 Euro im Monat) übernimmt.

Bevor Du Dir ein Rezept ausstellen lässt, musst Du Dich zunächst mit der Krankenkasse in Verbindung setzen. Diese schickt daraufhin den Medizinischen Dienst (MDK) aus, um zu prüfen, ob Du die Voraussetzung für eine Cannabis-Therapie erfüllst. Anspruch hast Du, wenn

1. eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung

a) nicht zur VerfĂĽgung steht oder

b) im Einzelfall nach der begründeten Einschätzung der behandelnden Vertragsärzt:in unter Abwägung der zu erwartenden Nebenwirkungen und unter Berücksichtigung des Krankheitszustandes der oder des Versicherten nicht zur Anwendung kommen kann,

2. eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome besteht11. 

Die Definition von „schwerwiegenden Symptomen“ liegt dabei im Ermessen des MDK. Dass dieser überhaupt rausrückt, ist übrigens der meist experimentellen Natur der Cannabis-Behandlungen geschuldet. Eine reguläre Zulassung gibt es nämlich nur bei Multiple Sklerose-Patient:innen mit Spastiken.

Wichtig: Hast Du bereits eine Verordnung und stellst erst dann einen Antrag, wird die Krankenkasse diesen voraussichtlich ablehnen. Einlösen kannst Du es zwar trotzdem, allerdings bleibst Du auf den Kosten sitzen. Die Reihenfolge von Antrag und Verschreibung spielt hier also eine entscheidende Rolle!

MĂĽssen Patient:innen mit Wartezeiten rechnen?

Hat der Medizinische Dienst ein Gutachten erstellt, muss die Krankenkasse innerhalb von fünf Wochen eine Entscheidung über die Kostenübernahme fällen. Kann sie die Frist nicht einhalten, ist sie verpflichtet, den:die Antragsteller:in darüber zu informieren – ansonsten gilt der Antrag als angenommen.

Etwas anders sieht das bei Palliativpatient:innen aus: Hier bleibt den Krankenkassen nur drei Tage Zeit, um darĂĽber zu entscheiden, ob sie die Kosten tragen oder nicht.

Anbau und Vertrieb von Medizinalhanf

Der Eigenanbau ist auch Cannabis-Patient:innen in Deutschland weiterhin untersagt – schließlich bräuchte der Medizinal-Hanf eine standardisierte Qualität, argumentiert der Gesetzgeber.

Deswegen stammte das medizinische Cannabis lange aus Kanada und den Niederlanden. Denn: Hierzulande dĂĽrfen lediglich drei Unternehmen die Pflanzen anbauen. Der Vertrieb ist ebenfalls streng geregelt und findet ausschlieĂźlich ĂĽber Apotheken statt.

Rechtliches und Disclaimer

Disclaimer

Weil THC-haltiges Cannabis in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, ist der Besitz ohne Verordnung strafbar. Dieser Artikel dient nur der Informationsweitergabe und ersetzt keine ärztliche Beratung.

FahrtĂĽchtigkeit

Bekommst Du Cannabis ärztlich verordnet, ist es Dir – insofern aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht – erlaubt, Auto zu fahren. In diesem Fall gilt die Cannabispflanze als Medikament und nicht als Rauschmittel. Jedoch solltest Du während der Einstellungszeit darauf verzichten. Es dauert eine Zeit, bis der Körper sich an die Wirkstoffe gewöhnt hat.

Ob Du Dich hinter das Steuer klemmen darfst, wird also im Einzelfall beurteilt. Interessant: Cannabinoide scheinen zwar Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit zu haben, diese allerdings bei neuropsychiatrischen Beschwerden ggf. sogar zu verbessern12.

FAQ’s

Wann wurde Cannabis als Medizin verwendet?

In der Vergangenheit wurde Cannabis bereits vor tausenden Jahren medizinisch genutzt. Nachdem die Zeit der Prohibition allmählich bröckelt, kommt es heutzutage u.a. gegen chronische Schmerzen, Übelkeit, ADHS, Appetitlosigkeit, Epilepsie, Depressionen und Spastiken zum Einsatz. Wichtig: Nicht überall ist die Wirksamkeit der Cannabinoide wissenschaftlich bestätigt.

Wie wird Cannabis medizinisch eingenommen?

Ärzt:innen dürfen Dir Cannabisblüten, Extrakte und fertige Cannabis Medikamente verschreiben. Diese liegen meistens in Form von Kapseln, Tropfen oder Mundsprays vor und enthalten THC (Tetrahydrocannabidiol) und CBD (Cannabidiol) in unterschiedlichen Verhältnissen. Bekommst Du Blüten auf Rezept, entscheidet die behandelnde Ärzt:in, ob Du diese rauchen, Dampfen oder verzehren  sollst.

Welches Cannabis als Medizin?

Welches Cannabis Deine Beschwerden wirkungsvoll lindert, liegt im Ermessen Deiner Ärzt:in. Verschrieben werden sowohl Sativa- als auch Indicasorten und Hybride. Je nach Indikation wählen Mediziner:innen entsprechende Präparate. Cannabis Medizin eignet sich zum Beispiel zur Schmerztherapie, zur Behandlung von Tourette-Syndrom und anderen chronischen Erkrankungen.

Quellen

  1. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft: Kulturgeschichte: Hanf als Medikament, https://www.mwv-berlin.de/meldung/!/id/159
  2. Ebd.
  3. Die Geschichte von Cannabis als Medizin, https://www.leafly.de/die-geschichte-von-cannabis-als-medizin/
  4. Koalitionsvertrag zwischen SPD, BĂĽndnis90/Die GrĂĽnen und FDP, PDF
  5. Bundesärztekammer: FAQ-Liste zum Einsatz von Cannabis in der Medizin, https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Versorgung/Cannabis.pdf
  6. Arzneimittelkommission der deutschen Ă„rzteschaft: Cannabinoide in der Meidizin, Ăśberblick ĂĽber die Studienlage zum therapeutischen Einsatz von Cannabinoiden, https://www.akdae.de/Stellungnahmen/Weitere/20160114.pdf
  7. Fachportal Chemie.de: Dronabinol, https://www.chemie.de/lexikon/Dronabinol.html
     
  8. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Cannabisarzneimittel, https://www.kbv.de/media/sp/WirkstoffAktuell_Cannabisarzneimittel.pdf
  9. Die Techniker: Cannabis: Medizin für Schwerkranke – ein Überblick, https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/nebenwirkungen-akut-langfristig-2032616
  10. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Cannabis als Medizin?, https://www.kbv.de/html/45145.php
  11. Bundesministerium der Justiz: Sozialgesetzbuch, https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__31.html
  12. Jens Kuhn, Udo Bonnet: Medizinisches Cannabis und Fahrtauglichkeit, https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1344-7900 

Quellen: 

https://www.patienten-information.de/kurzinformationen/cannabis

https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/indikationeb-cannabis-medizin-2032610

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/c/cannabis/faq-cannabis-als-medizin.html

https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/cannabis-medizin-2032614

https://www.patientenberatung.de/de/informationen/gesundheit/themenspecial-cannabis#Arztsuche%20zur%20Cannabis-Therapie

https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/heilpflanzen/medizinisches-cannabis-787663.html

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1344-7900

https://www.socium.uni-bremen.de/uploads/Mitarbeiter/GerdGlaeske/Cannabis_Report_2020/Cannabis-Report-2020.pdf

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